Gemeinde Gaimberg in Osttirol

Aus der Geschichte

 

Grafendorf in der Gemeinde Gaimberg ist alter Siedlungsgrund. So wurden beim Wachtlechnerbauern 1935 bei Grabarbeiten Reste einer römischen Villa und ein Bruchstück einer Bronzestatue gefunden. Während der "Gaimberg" (gemeint ist damit der ganze Sonnenhang nördlich von Lienz) zum Landgericht und Urbanamt Lienz gehörte, hatte Grafendorf ein eigenes Urbanamt ausgebildet, das nach dem Aussterben der Herren von Grafendorf an das Benediktinerkloster Ossiach, später an die Freiherren von Sternbach in Bruneck überging.

 

Nach der Niederlage der Franzosen 1809 bei der Lienzer Klause ließ General Rusaca drei Höfe in Gaimberg niederbrennen:

  • Peheim
  • Wachtlechner
  • Zenzeler

 

Von 1939 bis 1948 waren die Gemeinden Gaimberg und Thurn zu einer Gemeinde Grafendorf zusammengeschlossen.

 

Katastrophen

Der Grafenbach, der die Gemeinde nahezu in ihrer ganzen Länge in Nord- Südrichtung durchfließt, kann zu einem gefährlichen Wildbach werden, der bei Unwettern oder anhaltenden Regenfällen rasch große Mengen von Geschiebe mitführt und schon des Öfteren aus den Ufern trat, Felder vermurte und Siedlungen gefährdete.

 

Seit fast einem Jahrhundert wurde mehr oder weniger intensiv an seiner Verbauung gearbeitet. Nach den Verheerungen der Hochwasserjahre 1965/66 wurde diese Verbauung zügig vorangetrieben, sodass heute durch Gerinneregulierungen, Aufschotterungsbecken und Dammschüttungen Siedlungen und Kulturen nach menschlichem Ermessen nicht mehr gefährdet erscheinen. Ähnliches in Bezug auf die Gefährlichkeit und Verbauung gilt für den Wartschenbach an der Grenze zwischen Gaimberg und Nußdorf. Im August 95, August und September 97 wurden Häuser in der Wartschensiedlung und von Nußdorf überschwemmt und stark vermurt. 1996 wurden die Verbauungsarbeiten intensiv fortgesetzt.

 

 

 

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